Warum viele Grundriss heute nicht mehr funktionieren

 

 

Viele Wohnungen und Häuser funktionieren auf den ersten Blick.
Die Räume sind da, die Flächen stimmen – und trotzdem fühlt es sich im Alltag oft nicht richtig an.

 

 

Woran liegt das?

Wohnen hat sich verändert

Unser Leben ist komplexer geworden.

Wir arbeiten von zu Hause, brauchen Rückzug und gleichzeitig Orte für Austausch.
Tagesabläufe sind weniger klar getrennt als früher.

Viele Grundrisse stammen jedoch aus einer Zeit, in der Funktionen stärker getrennt waren:

  • hier wohnen
  • dort arbeiten
  • dort schlafen

Diese Logik passt heute oft nicht mehr.

Wohnen und Arbeiten sind näher zueinander gerückt und spiegeln sich im der  Raumnutzung wieder.

 

 

Räume sind zu festgelegt

In vielen Grundrissen ist jedem Raum eine eindeutige Funktion zugewiesen:

  • Wohnzimmer
  • Schlafzimmer
  • Arbeitszimmer

Das wirkt zunächst klar – schränkt aber ein.

Denn was passiert, wenn sich Lebenssituationen ändern?

Ein guter Grundriss lässt Spielraum.
Er ermöglicht unterschiedliche Nutzungen, ohne sofort umgebaut werden zu müssen.

Zwei Beispiele für die gelungene Integration von Homeoffice-Plätzen finden Sie nebenan.

 

 

Übergänge fehlen

Oft gibt es nur klare Trennungen:
Tür auf – Tür zu.

Doch gerade im Alltag entstehen Qualitäten in den Zwischenbereichen:

  • ein Platz zum kurzen Arbeiten
  • ein Übergang zwischen Rückzug und Gemeinschaft
  • ein Raum, der nicht eindeutig festgelegt ist

Diese Zonen fehlen in vielen bestehenden Grundrissen. Für die neue Anforderung muss das Homeoffice sinnvoll in den Grundriss integriert werden.

 

 

Licht, Proportion und Orientierung

Ob ein Raum funktioniert, hängt nicht nur von seiner Größe ab.

Wichtiger sind:

  • Wie fällt das Licht?
  • Wie sind die Räume zueinander angeordnet?
  • Welche Wege entstehen im Alltag?

Ein Raum kann groß sein und trotzdem nicht funktionieren – oder klein und genau richtig.

 

 

 

Fazit

Viele Grundrisse funktionieren heute nicht mehr, weil sie auf ein Leben ausgelegt sind, das so nicht mehr stattfindet.

Es geht nicht darum, mehr Fläche zu schaffen.
Sondern darum, Räume so zu denken, dass sie unterschiedliche Lebensweisen aufnehmen können. 

Wohnen und Arbeiten im Grundriss sinnvoll vereinen.

Genau darin liegt eine zentrale Aufgabe der Architektur.

 

Grundrisse nebenan (von oben nach unten)

85m² Wohnung  mit Arbeitsplatz in einer schlecht nutzbaren Restfläche

Gleicher Grundriss, aber Arbeitsplatz mit klarer räumlicher Zuordnung im Grundriss 

 

 

 

 

 

 

Planen Sie ein Haus oder möchten bestehende Räume neu denken? Ich unterstütze Sie gerne dabei.


Räumliche Zuordnung statt zufälliger Nutzung

Die folgenden Beispiele zeigen, wie sich typische Grundrisse durch gezielte räumliche Zuordnung weiterentwickeln lassen.
(zum Vergrößern klicken)

Homeoffice Grundriss, Beispiele

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